Hinter ICD-10 verbirgt sich die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und
verwandter Gesundheitsprobleme
. Oftmals wird noch das Kürzel GM für German Modification
genannt, das
beinhaltet die Anpassungen für Deutschland. Die Zahl 10 steht für die 10. Revision.
In der Praxis verwenden Ärzte die Diagnosen zur Klassifikation von Krankheiten und teilen so der Krankenkasse im komprimierter Form mit, welche Krankheit sie festgestellt haben.
Die ICD wurden erstmals 1992 von der Weltgesundheitsorganisation WHO mit dem Titel
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems
erstellt. Die Klassifikation wird weltweit eingesetzt und ermöglicht neben der Klassifizierung auch einen weltweiten Vergleich von Krankheiten
und deren Ausbreitung.
Das Deutsche Sozialgesetzbuch (SGB) verlangt bei der Abrechnung ärztlicher Leistungen, nach § 295 SGB V, die Verschlüsselung von Diagnosen nach den ICD-10 der deutschen Fassung. Die Betrifft:
Neben den Abrechnungsunterlagen werden auch die Todesursachen durch die ICD-Diagnoseschlüssel kodiert.
Die jeweils gültige Fassung des Diagnosenschlüssels wird durch das Bundesministerium für Gesundheit im Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Die Schlüssel werden mit zunehmender Länge detailierter. Die Kernschlüssel für Diagnosen sind
dreistellung und bestehen aus einem Buchstaben sowie zwei Ziffern.
Die Schlüssel sind in
Kapitel gegliedert und bilden einen thematische Gruppe, s. ICD-10 Kapitel.
Die Kapitel sind weiter in Diagnose-Bereiche gegliedert, s. Links bei dem Kapitelverzeichnis.
Der dreistellige Kode kann je um ein bis zwei Stellen erweitert werden und durch weitere
Schlüssel und Kennzeichen präzisiert werden. Die Präzisierung kann u.a. eine genaue Stelle, zum Beispiel bei
einem Knochenbruch festlegen.
So bedeutet beispielsweise S51.9 GL eine Schnittwunde am linken Unterarm.
Eine detailierte Beschreibung findet sich in der Original-Publikation des DIMDI.
Stand der ICD-10 Diagnose Schlüssel 2007.
Quelle: Die Erstellung dieser ICD-10 Funktionen und Angaben erfolgte unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).
Die ICD-10 Diagnose Schlüssel sind international von der WHO genormte Klassifizierungen für Diagnostizierte Krankheiten.
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